Elektromobilität

Nutzfahrzeuge elektrifizieren: bis zu 47 ct weniger pro Kilometer.

Elektro-Lkw an einer Schnellladesäule mit Batteriespeicher: Nutzfahrzeuge elektrifizieren, bis zu 47 ct weniger pro Kilometer
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Elektrische Lkw sind in der Anschaffung deutlich teurer als Diesel. Im Betrieb drehen sich die Verhältnisse aber um: keine Maut, keine Kfz-Steuer und günstige Energie. Am Beispiel eines 40-Tonnen-Sattelzugs rechnen wir vor, wann sich der E-Lkw lohnt und warum der Strompreis die wichtigste Stellschraube ist.

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Warum sich der Blick auf Nutzfahrzeuge lohnt

Bei Pkw ist Elektromobilität längst Alltag. Bei Lkw rechnet sich der Umstieg oft noch schneller, weil die Fahrleistungen hoch sind und jeder Cent pro Kilometer zählt. Bei 110.000 km im Jahr machen 10 ct pro Kilometer schon 11.000 € aus.

  • Maut entfällt: E-Lkw sind nach aktuellem Stand bis Mitte 2031 von der Maut befreit. Bei rund 30 ct pro Kilometer ist das allein eine erhebliche Ersparnis.
  • Kfz-Steuer entfällt: ein laufender Kostenblock, der beim Diesel dauerhaft anfällt.
  • Kalkulierbare Energiekosten: Strom lässt sich langfristig planen und über eigene Photovoltaik selbst beeinflussen, anders als schwankende Kraftstoffpreise.
  • Förderung: Für die Ladeinfrastruktur gibt es aktuell Förderungen von 30 %.
  • Batteriespeicher: Er puffert Lastspitzen beim Laden. Der Netzanschluss muss nicht zwangsläufig vergrößert werden.
E-Lkw: Maut und Kfz-Steuer entfallen, kalkulierbare Energiekosten, 30 % Förderung für die Infrastruktur, Batteriespeicher puffert Lastspitzen
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Diesel gegen E-Lkw: Zahlen aus der Praxis

Wir vergleichen einen 40-Tonnen-Sattelzug mit 110.000 km im Jahr über eine Laufzeit von neun Jahren. Der Diesel kostet in der Anschaffung rund 130.000 €, der E-Lkw rund 318.000 €.

Investition (Mehrkosten)Diesel 130.000 € · E-Lkw 318.000 €188.000 €
Betriebskosten pro JahrEnergie, Maut, Wartung, Steuer, Versicherung− 49.605 €
Amortisation der MehrinvestitionMehrkosten geteilt durch Ersparnis≈ 3,8 Jahre
Kosten pro Kilometer über 9 Jahre: Diesel 98 ct, E-Lkw 72 ct− 26 ct/km

Trotz der hohen Anschaffungskosten ist der E-Lkw über die Laufzeit deutlich günstiger. Die Mehrkosten sind nach knapp vier Jahren wieder eingespielt, danach spart jeder Kilometer bares Geld.

Diesel-Sattelzug gegen E-Lkw über 9 Jahre: 188.000 € Mehrkosten, 49.605 € weniger Betriebskosten pro Jahr, Amortisation nach rund 3,8 Jahren
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Beispielrechnung, vereinfacht. Sattelzug 40 t, 110.000 km/Jahr. Diesel: 30 l/100 km, 1,60 €/l, Maut 30 ct/km, Wartung 0,55 ct/km, Kfz-Steuer 1.000 €/Jahr, Versicherung 6.000 €/Jahr. E-Lkw: 130 kWh/100 km, 25 ct/kWh, mautfrei, Wartung 0,50 ct/km, Versicherung 7.500 €/Jahr.

Was der Strompreis wirklich ausmacht

Ein E-Lkw verbraucht rund 130 kWh auf 100 km. Damit hat der Strompreis den größten Einfluss auf die Kosten. Die Übersicht zeigt die Kosten pro Kilometer bei unterschiedlichen Strompreisen.

E-Lkw bei 10 ct/kWh50,6 ct/km
E-Lkw bei 25 ct/kWh70,1 ct/km
E-Lkw bei 30 ct/kWh76,6 ct/km
E-Lkw bei 40 ct/kWh89,6 ct/km
Lkw mit Diesel98,0 ct/km

Selbst bei 40 ct pro kWh bleibt der E-Lkw günstiger als der Diesel. Gelingt es, den Strom für rund 10 ct zu sichern, sind es bis zu 47 ct weniger pro Kilometer.

Kosten pro Kilometer beim E-Lkw je nach Strompreis zwischen 50,6 und 89,6 ct gegenüber 98,0 ct beim Diesel
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So sichern Sie sich einen günstigen Strompreis

Der günstigste Strom kommt vom eigenen Dach. Eine Photovoltaikanlage auf der Halle oder ein Solarcarport über den Stellplätzen liefert Strom zu sehr geringen Kosten. Wo die eigene Fläche nicht reicht, kann Strom aus externen Solaranlagen über langfristige Lieferverträge bezogen werden.

  • Eigene Photovoltaik: Dachflächen und Parkplätze nutzen, um einen Teil des Ladestroms selbst zu erzeugen.
  • Strom aus externen PV-Anlagen: Langfristige Lieferverträge sichern einen niedrigen Preis.
  • Batteriespeicher: Solarstrom vom Tag für das Laden am Abend nutzen und Lastspitzen kappen.
  • Ladezeiten steuern: Ein Energiemanagement lädt bevorzugt dann, wenn Strom günstig ist.

Um Ihre Strombeschaffung kümmern wir uns. Wir vergleichen Angebote, prüfen Lieferverträge und planen die passende Kombination aus eigener Erzeugung und Bezug.

Ihr Interessenvertreter für die Elektrifizierung

Ein Installateur verkauft Ihnen eine Ladestation. Wir entwickeln Ihr gesamtes E-Mobilitäts- und Energiekonzept aus der Rolle Ihres Interessenvertreters: von der Analyse der Touren und Standzeiten über die Förderung bis zur Umsetzung und zum Betrieb.

  • Unabhängig: keine Bindung an Fahrzeuge, Ladetechnik oder Anbieter, nur Ihre Interessen zählen.
  • Ganzheitlich: Analyse, Förderung, Umsetzung und Betrieb. Sie haben mehr Zeit für Ihr Kerngeschäft.
  • Wirtschaftlich: Fokus auf die beste Lösung für Sie.
Elektro-Lkw an Ladepunkten unter einem Solarcarport vor einer Logistikhalle
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Häufige Fragen

Reicht die Reichweite eines E-Lkw für den Alltag?

Für viele Einsätze im Verteil- und Regionalverkehr ja. Entscheidend sind Ihre Touren und Standzeiten. Wir werten sie aus und zeigen, welche Fahrzeuge sich zuerst elektrifizieren lassen.

Muss für E-Lkw der Netzanschluss vergrößert werden?

Nicht zwangsläufig. Ein Batteriespeicher und ein Lastmanagement können Lastspitzen beim Laden abfangen. Ob das reicht, zeigt die Analyse Ihres Standorts.

Welche Rolle spielt die Maut für die Wirtschaftlichkeit?

Eine große. Bei rund 30 ct pro Kilometer ist die Mautbefreiung einer der wichtigsten Gründe, warum sich E-Lkw trotz höherer Anschaffungskosten rechnen.

Wie wichtig ist der Strompreis?

Sehr wichtig. Bei 130 kWh auf 100 km verändert jeder Cent pro kWh die Kosten um 1,3 ct pro Kilometer. Ein günstiger Strompreis ist deshalb der größte Hebel.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information. Er ist keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung. Steuerliche und rechtliche Fragen klären wir im Einzelfall gemeinsam mit Steuerberatern und Rechtsanwälten.

Wie sieht das für Ihren Betrieb aus?

Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir auf Ihre Zahlen und sagen Ihnen ehrlich, ob sich das Vorhaben lohnt.

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