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Auf einen Blick sehen, wo gehandelt werden muss
Grundlage ist ein monatlicher Bericht, der alle Bereiche der Energieversorgung zusammenführt. Jeder Bereich bekommt eine Ampel: grün für in Ordnung, gelb für beobachten und rot für Handlungsbedarf. So ist sofort klar, wo es läuft und wo nicht.
Im Praxisbeispiel zeigt der Bericht für Mai:
- Vorteil durch Photovoltaik: 987 € seit Januar.
- Vorteil durch Elektromobilität: 904 € seit Januar.
- Strompreis mit Photovoltaik: 12,9 ct pro kWh statt 27,0 ct aus dem Netz.
- Wärmepumpe: Effizienz 3,9 und damit über dem Ziel von 3,5.
Sechs Bereiche sind in Ordnung, drei sollten beobachtet werden und einer hat Handlungsbedarf: die Versorgungssicherheit.

Was kostet Strom wirklich und woher kommt er?
Auf der Stromrechnung stehen nur Arbeitspreis und Leistungspreis des Liefervertrags. Entscheidend ist aber der Mischpreis aus eigenem Solarstrom und Netzbezug.
| Strompreis aus der PV-Anlageeigener Solarstrom | 6,5 ct/kWh |
| Strompreis Netzbezug heuteaktueller Liefervertrag | 27,0 ct/kWh |
| Dynamischer TarifDurchschnitt, wenn vorhanden | 24,0 ct/kWh |
| Bestes MarktangebotFestpreis | 26,0 ct/kWh |
| Ihr Strompreis mit PV (Mischpreis) | 12,9 ct/kWh |
Der Monatsvergleich zeigt außerdem, woher der Strom kommt. Im Januar deckte die Photovoltaik nur 12 % des Verbrauchs, im Mai waren es 69 %. Dieser Autarkiegrad ist eine der wichtigsten Kennzahlen für die Unabhängigkeit vom Strommarkt.

Preise netto. Ausschnitte aus dem Monatsbericht Mai, je nach Bedarf variieren die Kennzahlen.
Mobilität mit eigenem Strom: günstig und planbar
Im Mai wurden 231 kWh Ladestrom getankt, rund 15 % des Gesamtverbrauchs. Damit sind die Fahrzeuge 1.153 km gefahren. Der Ladestrom kostete im Mischpreis 12,9 ct pro kWh.
Der Vergleich der Kosten pro Kilometer zeigt, wie stark der eigene Strom wirkt: Mit Solarstrom aus der Wallbox kostet ein Kilometer 1,3 ct, mit dem Strommix aus PV und Netz 2,6 ct. An der öffentlichen Ladesäule sind es rund 11 ct, mit Diesel 12,4 ct.
Laden Mitarbeitende im Betrieb, wird daraus zusätzlich ein Benefit, der beim Team deutlich mehr wert ist, als er das Unternehmen kostet.

Wettbewerbsfähigkeit durch Versorgungssicherheit
Wie gut ist der Betrieb gegen Preissprünge, geopolitische Einflüsse und Stromausfall abgesichert? Auch das beantwortet der Bericht.
- Festpreis-Anteil: 69 % des Stroms kamen im Mai zu festen 6,5 ct pro kWh vom eigenen Dach, 20 Jahre unabhängig vom Markt.
- Anlagenbetrieb: keine Störtage, die Erträge passen zu den Vorjahren.
- Eigenversorgung: 36 % übers Jahr, im Sommer 66 bis 72 %, im Winter nur 11 bis 24 %.
- Grundlast: nachts 1,13 kW komplett aus dem Netz, rund 9.900 kWh im Jahr.
- Höchster Netzbezug: 19,5 kW bei einem Netzanschluss von 43 kW. Das Energiemanagement begrenzt die Netzleistung.
- Notstrom: nicht vorhanden. Fällt das Netz aus, schaltet die PV-Anlage ab, auch bei voller Sonne.
Genau hier liegt der Handlungsbedarf: Ein Batteriespeicher mit Notstromfunktion und rund 15 kWh würde den Betrieb bei einem Netzausfall absichern und zugleich mehr Solarstrom im Betrieb halten.

Sieben Hebel für einen wettbewerbsfähigen Standort
- Lastgang statt Jahresrechnung: Die 15-Minuten-Werte zeigen, wann, wo und wofür Energie gebraucht wird.
- Echte Kosten pro kWh kennen: den Mischpreis aus PV, Netzbezug und Tarif, nicht nur Arbeitspreis und Leistungspreis auf der Rechnung.
- Grundlast hinterfragen: Was läuft nachts und am Wochenende?
- Lastspitzen im Blick behalten: Spitzen treiben Leistungspreis und Netzanschluss nach oben. Lastmanagement schafft Lösungen.
- Solarstrom selbst nutzen: Jede selbst genutzte kWh spart Kosten und schafft Unabhängigkeit.
- Ampel für jeden Bereich: grün, gelb, rot. Handlungsbedarf auf einen Blick statt Zahlenfriedhof.
- Regelmäßig auswerten: monatlicher Check statt einmaliger Analyse, Abweichungen früh erkennen.
Im Praxisbeispiel zeigt der Bericht etwa, dass bisher nur 25 % des Solarstroms selbst genutzt werden. Hier liegt Potenzial, zum Beispiel durch gezieltes Laden der Fahrzeuge oder einen Speicher.

Potenziale sichtbar machen
Wir lesen Ihre Energiedaten aus, bewerten sie und stellen sie verständlich dar. Meist ist dafür kein zusätzlicher Hardwareaufwand nötig. Welche Kennzahlen im Bericht stehen, richtet sich nach Ihrem Bedarf.
- Unabhängig: Wie stark hängen Ihre Kosten vom Energiemarkt ab?
- Ganzheitlich: Denken Sie Strom, Wärme und Mobilität als Gesamtsystem?
- Wirtschaftlich: Nach welchen Kennzahlen bewerten Sie Ihre Energie?

Häufige Fragen
Welche Daten brauchen Sie für einen Energiebericht?
Darum kümmern wir uns. Wir lesen Ihre Energiedaten aus und bewerten sie, meist ohne zusätzlichen Hardwareaufwand.
Wie oft wird der Bericht erstellt?
Im Praxisbeispiel monatlich. Ein regelmäßiger Check zeigt Abweichungen früh, etwa eine steigende Grundlast oder eine Störung an der PV-Anlage.
Welche Kennzahlen stehen im Bericht?
Das richtet sich nach Ihrem Bedarf. Typisch sind Strompreis, Autarkie, Eigenverbrauch, Grundlast, Lastspitzen, Wärmepumpe, E-Mobilität und Versorgungssicherheit.
Was bringt ein Energiebericht, wenn schon alles läuft?
Gerade dann zeigt er, wo noch Potenzial liegt. Im Praxisbeispiel lief vieles gut. Trotzdem wurden ungenutzter Solarstrom, eine hohe Grundlast und eine fehlende Notstromversorgung sichtbar.
Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information. Er ist keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung. Steuerliche und rechtliche Fragen klären wir im Einzelfall gemeinsam mit Steuerberatern und Rechtsanwälten.
