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Solarstrom dort nutzen, wo er erzeugt wird
Lange wurden Solaranlagen auf Mehrfamilienhäusern vor allem zur Einspeisung gebaut. Wirtschaftlich interessanter ist es heute, den Strom direkt im Gebäude zu nutzen. Die Mieter beziehen einen Teil ihres Stroms vom eigenen Dach, der Rest kommt wie gewohnt aus dem Netz.
Daneben kann der Solarstrom den Allgemeinstrom des Gebäudes decken, etwa für Beleuchtung, Aufzug oder Wärmepumpe. Auch Ladepunkte für Elektroautos lassen sich einbinden.
Die Vorteile für den Vermieter
- Zusätzliche Einnahmen: attraktive Renditen durch bislang ungenutzte Dachflächen.
- Automatisierte Abrechnung: transparent über ein Energiemanagementsystem.
- Planbare Energiekosten: geringere Abhängigkeit von schwankenden Energiepreisen.
- Mehr Nutzungsmöglichkeiten: Solarstrom für Mieterstrom, Wärmepumpe und Ladeinfrastruktur.
- Langfristige Perspektive: eine zukunftsfähige Energieversorgung für die Immobilie.
- Förderprogramme: gezielt einbeziehen und kombinieren.
- Klimaschutz und Wertschöpfung: erneuerbare Energie direkt vor Ort.

Die Vorteile für die Mieter
- Geringere Stromkosten: Solarstrom vom Dach ist günstiger als der jeweilige Netzstromtarif.
- Planbare Energiekosten: Ein Teil des Stroms wird lokal erzeugt.
- Elektromobilität: Ladeinfrastruktur am Gebäude mit Solarstrom vor Ort.
- Transparente Abrechnung: nachvollziehbare Darstellung des eigenen Verbrauchs.
- Ohne eigene Investition: erneuerbare Energie nutzen, ohne selbst in eine Photovoltaikanlage zu investieren.
- Klimaschutz: ein Beitrag durch lokal erzeugten Solarstrom.
Für Mieter ist die Teilnahme freiwillig. Wer mitmacht, profitiert von günstigerem Strom, ohne sich um etwas kümmern zu müssen.

Was das Konzept wirtschaftlich bringt: Zahlen aus der Praxis
Unser Referenzobjekt ist ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohneinheiten und rund 21.000 kWh Stromverbrauch im Jahr. Auf dem Dach liegt eine Photovoltaikanlage mit 30 kWp, aktuell ohne Batteriespeicher.
| Vermieter: zusätzliche Einnahmenaus Stromverkauf an Mieter und Einspeisung | 2.300 bis 3.300 € pro Jahr |
| InvestitionPhotovoltaikanlage | ca. 34.500 € |
| Amortisationfür den Vermieter | 10 bis 15 Jahre |
| Mieter: Ersparnis gegenüber Netzstrom | 3 bis 8 ct/kWh |
Für einen Mieter mit 3.500 kWh Jahresverbrauch bedeutet das rund 105 bis 280 € Ersparnis im Jahr. Der Vermieter erzielt laufende Einnahmen aus einer Fläche, die bisher nichts eingebracht hat.

Beispielrechnung, vereinfacht, auf Basis eines Referenzobjekts. Reale Werte sind projektabhängig, unter anderem von Gebäudegröße, Verbrauch und Tarif. Beim Vermieter Nettowerte, bei Mietern Bruttowerte.
Batteriespeicher, Wärmepumpe und Ladepunkte einbinden
Das Referenzobjekt kommt ohne Batteriespeicher aus. Je nach Gebäude kann ein Speicher den Anteil des Solarstroms erhöhen, der im Haus genutzt wird, weil ein großer Teil des Haushaltsstroms abends gebraucht wird. Ob er sich rechnet, zeigt die Auswertung der Energiedaten.
Noch wirtschaftlicher wird das Konzept, wenn weitere Verbraucher dazukommen. Eine Wärmepumpe nutzt Solarstrom für Heizung und Warmwasser, Ladepunkte für Bewohner oder Firmenwagen erhöhen den Eigenverbrauch zusätzlich. Mehr dazu im Beitrag Firmenwagen zuhause laden.
Ihr Interessenvertreter
Wir analysieren individuell den Bedarf, beantragen Förderungen, finden die passenden Installateure und klären alle notwendigen Punkte. Auch im laufenden Betrieb begleiten wir Sie.
- Unabhängig: keine Herstellerbindung, keine Verkaufsinteressen.
- Ganzheitlich: Strom, Wärme und Mobilität aus einer Hand koordiniert.
- Wirtschaftlich: Sie fokussieren sich auf Ihr Kerngeschäft, wir vertreten Ihre Interessen.

Häufige Fragen
Lohnt sich Photovoltaik auf einem Mehrfamilienhaus?
In vielen Fällen ja, vor allem wenn der Solarstrom im Gebäude genutzt wird. Im Praxisbeispiel erzielt der Vermieter 2.300 bis 3.300 € im Jahr bei einer Amortisation nach 10 bis 15 Jahren.
Müssen alle Mieter mitmachen?
Nein. Die Teilnahme ist freiwillig. Mieter, die nicht teilnehmen, beziehen ihren Strom weiter von ihrem bisherigen Anbieter.
Wie wird der Solarstrom abgerechnet?
Automatisch über ein Energiemanagementsystem. Verbrauch und Kosten werden für jede Wohnung transparent dargestellt.
Brauche ich einen Batteriespeicher?
Nicht zwingend. Das Referenzobjekt arbeitet ohne Speicher wirtschaftlich. Ein Speicher kann sinnvoll sein, wenn viel Strom abends gebraucht wird. Das prüfen wir anhand Ihrer Energiedaten.
Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information. Er ist keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung. Steuerliche und rechtliche Fragen klären wir im Einzelfall gemeinsam mit Steuerberatern und Rechtsanwälten.
