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Warum Elektromobilität zur ambulanten Pflege passt
Kaum ein Einsatzprofil eignet sich so gut für Elektrofahrzeuge wie die ambulante Pflege. Die Touren sind fest geplant und die Tagesstrecken liegen meist deutlich unter der Reichweite heutiger Fahrzeuge. Nachts stehen die Autos am Stützpunkt und können dort in Ruhe laden.
- Viele Kurzstrecken: Gerade im Stop-and-go verbraucht ein Verbrenner viel, ein Elektroauto gewinnt beim Bremsen sogar Energie zurück.
- Weniger Verschleiß: Kein Ölwechsel, keine Kupplung, geschonte Bremsen. Das senkt die Werkstattkosten.
- Günstig über Nacht laden: Lange Standzeiten erlauben geringe Ladeleistungen und damit günstige Ladepunkte.
- Kalkulierbare Kosten: Strom ist planbarer als fossile Kraftstoffe, eigene Photovoltaik erhöht die Unabhängigkeit deutlich.

Was kostet ein Kilometer wirklich?
Wir vergleichen die reinen Energiekosten pro Kilometer. Für den Verbrenner rechnen wir mit 6,5 Litern auf 100 km und 2,20 € pro Liter, für das Elektroauto mit 17 kWh auf 100 km.
| Verbrenner6,5 l/100 km × 2,20 €/l | ≈ 14,3 ct |
| Elektro, Netzstrom17 kWh/100 km × 27 ct/kWh | ≈ 4,6 ct |
| Elektro, eigener PV-Strom17 kWh/100 km × 9 ct/kWh | ≈ 1,5 ct |
| Bei 5 Fahrzeugen × 20.000 km pro Jahr | rund 11.200 € weniger |
Im Durchschnitt spart jeder elektrisch gefahrene Kilometer rund 11,2 ct. Bei fünf Fahrzeugen mit je 20.000 km sind das rund 11.200 € pro Jahr, Jahr für Jahr.

Beispielrechnung, vereinfacht. Nur Energiekosten, ohne Wartung, Versicherung und Investitionskosten. Ersparnis Verbrenner gegenüber Elektro im Durchschnitt 11,2 ct/km.
Förderung: bis zu 40 % der Investitionskosten
Für Ladeinfrastruktur und Elektromobilität gibt es Förderprogramme von Bund, Ländern und Kommunen. Je nach Programm werden bis zu 40 % der Investitionskosten bezuschusst. Gefördert werden dabei nicht nur einzelne Ladepunkte, sondern auch ganze Mobilitätskonzepte.
Die Programme ändern sich häufig und setzen meist voraus, dass der Antrag vor der Beauftragung gestellt wird. Wir prüfen, welche Programme für Ihren Dienst passen und beantragen die Förderung für Sie.
Planbare Kosten mit eigener Photovoltaik
Mit Solarstrom vom eigenen Dach sinken die Kosten auf rund 1,5 ct pro Kilometer. Dabei lohnt ein ehrlicher Blick auf die Ladezeiten: Fahrzeuge, die nur nachts laden, nutzen Solarstrom nicht direkt. Ein Teil der Flotte steht aber oft mittags am Stützpunkt, zwischen Früh- und Spätdienst. Diese Fahrzeuge können gezielt mit Solarstrom laden.
Wann ein Batteriespeicher sinnvoll sein kann
Hier kann ein Batteriespeicher seine Stärke ausspielen. Er nimmt tagsüber den Solarstrom auf, den der Stützpunkt gerade nicht braucht und gibt ihn abends und nachts an die Fahrzeuge ab. So landet deutlich mehr eigener Strom in der Flotte, statt für wenige Cent ins Netz zu gehen.
- Mehr Eigenverbrauch: Solarstrom vom Tag lädt die Fahrzeuge in der Nacht.
- Lastspitzen senken: Laden mehrere Fahrzeuge gleichzeitig, liefert der Speicher einen Teil der Leistung. Das kann einen teuren Ausbau des Netzanschlusses vermeiden.
- Günstige Strompreise nutzen: Mit einem dynamischen Stromtarif lädt der Speicher dann, wenn Strom besonders günstig ist.
- Mehr Versorgungssicherheit: Je nach Ausführung versorgt der Speicher bei einem Stromausfall wichtige Verbraucher am Stützpunkt weiter.
Ein Speicher rechnet sich allerdings nicht in jedem Fall. Ob und in welcher Größe er sinnvoll ist, hängt von Ihrer Photovoltaik, den Standzeiten der Fahrzeuge und Ihrem Stromverbrauch ab. Das zeigt die Analyse Ihrer Energiedaten. Ein Lastmanagement sorgt zusätzlich dafür, dass der Netzanschluss auch beim gleichzeitigen Laden mehrerer Fahrzeuge ausreicht.
Von der Idee zur wirtschaftlichen Lösung
Wir analysieren Ihren Bedarf, planen die passende Infrastruktur, prüfen Fördermöglichkeiten und entwickeln die wirtschaftlichste Umsetzung.
- Analyse: Touren, Standzeiten, Stromverbrauch und Netzanschluss.
- Förderung: passende Programme finden und Anträge rechtzeitig stellen.
- Umsetzung: Ladepunkte, Lastmanagement und auf Wunsch Photovoltaik und Batteriespeicher planen und begleiten.
- Betrieb: Abrechnung, Monitoring und Optimierung im Alltag.
- Herstellerunabhängig, keine Bindung an Fahrzeuge, Wallboxen oder Anbieter
- Auf Basis Ihrer Daten, nicht nach Verkaufsinteressen
- Begleitung aus einer Hand von der Analyse bis zum Betrieb

Häufige Fragen
Reicht die Reichweite von Elektroautos für die ambulante Pflege?
In den meisten Fällen ja. Typische Tagestouren in der ambulanten Pflege liegen deutlich unter der Reichweite aktueller Elektrofahrzeuge, zumal die Fahrzeuge jede Nacht am Stützpunkt geladen werden.
Wie viele Ladepunkte braucht ein Pflegedienst?
Das hängt von der Zahl der Fahrzeuge und den Standzeiten ab. Weil die Fahrzeuge nachts viele Stunden stehen, reichen oft Ladepunkte mit geringer Leistung, die über ein Lastmanagement gemeinsam gesteuert werden.
Muss der Netzanschluss vergrößert werden?
Nicht zwingend. Ein Lastmanagement verteilt die verfügbare Leistung auf alle Fahrzeuge. Ob der bestehende Anschluss ausreicht, prüfen wir anhand Ihres Verbrauchs.
Lohnt sich ein Batteriespeicher für einen Pflegedienst?
Das kann sein, vor allem in Kombination mit eigener Photovoltaik. Weil die Fahrzeuge meist nachts laden, bringt ein Speicher den Solarstrom vom Tag in die Fahrzeuge. Ob er sich rechnet, zeigt die Auswertung Ihrer Energiedaten.
Lohnt sich Elektromobilität auch ohne eigene Photovoltaik?
Ja. Schon mit Netzstrom kostet ein Kilometer im Beispiel rund 4,6 ct statt 14,3 ct mit dem Verbrenner. Eigene Photovoltaik senkt die Kosten weiter und macht sie planbarer.
Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information. Er ist keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung. Steuerliche und rechtliche Fragen klären wir im Einzelfall gemeinsam mit Steuerberatern und Rechtsanwälten.
