Photovoltaik

Photovoltaik im Unternehmen: Einmal erzeugt. Dreifach genutzt.

Bürogebäude mit Photovoltaik auf dem Dach, Wärmepumpe und Elektrotransporter an der Ladestation: Photovoltaik einmal erzeugt, dreifach genutzt
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Photovoltaik auf dem Firmendach rechnet sich heute vor allem dann, wenn Sie den Strom selbst nutzen. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ersetzt teuren Netzstrom, jede eingespeiste bringt nur wenige Cent. An einem Rechenbeispiel zeigen wir, wie viel der Eigenverbrauch ausmacht und wie Sie ihn von Anfang an richtig planen.

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Einmal erzeugt, dreifach genutzt

Eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach ist mehr als ein Stromlieferant für die Bürobeleuchtung. Der Solarstrom deckt zuerst Ihren allgemeinen Strombedarf: Maschinen, Kühlung, Druckluft, IT und Licht. Das macht Sie unabhängiger vom Energieversorger und sichert Sie gegen steigende Strompreise ab.

Derselbe Strom kann aber auch Fahrzeuge laden und eine Wärmepumpe antreiben. Fachleute sprechen von Sektorkopplung: Ein Erzeuger versorgt drei Bereiche, nämlich Strom, Mobilität und Wärme. Im Sommer kommt oft die Kühlung von Gebäuden und Prozessen dazu, genau dann, wenn die Sonne am meisten liefert.

Je mehr dieser Verbraucher Sie mit dem eigenen Solarstrom versorgen, desto höher ist der Eigenverbrauch. Und genau dieser Anteil entscheidet, ob sich die Anlage nach sechs oder nach zwölf Jahren bezahlt gemacht hat.

Der Schlüssel heißt Eigenverbrauch: Solarstrom für allgemeinen Strombedarf, Elektromobilität und Wärmepumpe
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Warum Eigenverbrauch mehr wert ist als Einspeisung

Für Strom aus dem Netz zahlen Unternehmen heute einschließlich Netzentgelten, Abgaben und Steuern schnell 25 ct pro Kilowattstunde und mehr. Für eingespeisten Solarstrom gibt es bei Anlagen dieser Größe dagegen nur rund 6 ct. Jede Kilowattstunde, die Sie selbst verbrauchen statt einzuspeisen, ist also etwa viermal so viel wert.

Dazu kommt die Planbarkeit: Die Kosten für selbst erzeugten Solarstrom stehen mit der Investition fest und liegen über die Laufzeit bei rund 9 ct pro Kilowattstunde. Netzstrom kann teurer werden, Ihr eigener Strom nicht.

Rechenbeispiel: 99 kWp auf 600 m² Dachfläche

Ein Betrieb installiert eine Anlage mit 99 kWp auf rund 600 m² Dachfläche. Bei 950 kWh Ertrag pro kWp erzeugt sie gut 94.000 kWh im Jahr. Die Hälfte davon nutzt der Betrieb selbst, die andere Hälfte wird eingespeist.

Eigenverbrauch 50 %47.025 kWh × 25 ct+ 11.800 €
Einspeisung 50 %47.025 kWh × 6,04 ct+ 2.800 €
BetriebWartung, Versicherung, Monitoring− 1.300 €
Wirtschaftlicher Vorteil pro Jahr≈ 13.300 €

Der Eigenverbrauch bringt hier das Vierfache der Einspeisung. Die Anlage hat sich nach rund 7 Jahren amortisiert und erzeugt danach noch viele Jahre günstigen Strom.

Rechenbeispiel 99 kWp mit 50 % Eigenverbrauch: wirtschaftlicher Vorteil rund 13.300 € pro Jahr
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Spannend wird es beim Blick auf den Eigenverbrauchsanteil: Jeder zusätzliche Prozentpunkt bringt in diesem Beispiel rund 180 € pro Jahr. Steigt der Eigenverbrauch von 50 auf 70 %, sind es gut 3.500 € mehr, jedes Jahr und ohne zusätzliche Module auf dem Dach.

Beispielrechnung, vereinfacht. Annahmen: 950 kWh/kWp, Strombezug 25 ct/kWh, Einspeisevergütung 6,04 ct/kWh, ohne Speicher und Förderung, Nettowerte. Reale Werte sind projektabhängig.

Der Lastgang entscheidet

Wie viel Solarstrom Sie selbst nutzen, steht nicht im Datenblatt der Module. Es hängt davon ab, wann Ihr Betrieb Strom braucht. Diese Information steckt im Lastgang: der Aufzeichnung Ihres Strombezugs in 15-Minuten-Werten über ein ganzes Jahr.

Um diese Daten müssen Sie sich nicht kümmern: Wir lesen Ihre Energiedaten aus und bewerten sie. In den meisten Fällen geht das ganz ohne zusätzlichen Hardwareaufwand.

Wir legen den Lastgang neben das Erzeugungsprofil der geplanten Anlage. So sehen Sie, wie viel Strom an Werktagen direkt verbraucht wird, was am Wochenende übrig bleibt und wie sich Sommer und Winter unterscheiden. Daraus ergibt sich die passende Anlagengröße und nicht umgekehrt.

So steigern Sie den Eigenverbrauch

  • Verbraucher verschieben: Prozesse mit flexibler Laufzeit wie Kühlung, Druckluft oder Spülvorgänge in die Mittagsstunden legen.
  • Elektromobilität einbinden: Firmen- und Mitarbeiterfahrzeuge stehen tagsüber auf dem Parkplatz und können genau dann laden, wenn die Sonne scheint.
  • Wärme mit Strom erzeugen: Eine Wärmepumpe nutzt Solarstrom für Heizung und Warmwasser, im Sommer auch für die Kühlung.
  • Batteriespeicher prüfen: Ein Speicher verschiebt Strom in den Abend und kann Lastspitzen kappen. Er lohnt sich aber nicht in jedem Fall und gehört deshalb in die Wirtschaftlichkeitsrechnung.
  • Energiemanagement nutzen: Ein Energiemanagementsystem steuert alle Verbraucher automatisch nach Erzeugung und Strompreis.

Keine Maximalbelegung: Die richtige Anlagengröße

Ein volles Dach ist nicht automatisch die beste Lösung. Eine größere Anlage erzeugt vor allem mehr Strom, der eingespeist wird und damit wenig einbringt. Sinnvoll ist die Größe, bei der Eigenverbrauch, Einspeisung und Investition in einem guten Verhältnis stehen. Manchmal ist das die volle Dachfläche, manchmal deutlich weniger.

Dazu gehört auch der Blick auf den Netzanschluss: Ab bestimmten Leistungen stellt der Netzbetreiber zusätzliche Anforderungen. Wer das früh prüft, vermeidet Verzögerungen und Mehrkosten.

Kostenlose Impulsberatung für KMU in Niedersachsen

Kleine und mittlere Unternehmen in Niedersachsen können eine geförderte Impulsberatung zu Photovoltaik und Eigenverbrauch nutzen. Für das Unternehmen ist sie kostenlos. Im Gespräch vor Ort geht es um Eigenverbrauch und Einspeisung, Speicher, solare Wärme und auf Wunsch auch um Elektromobilität.

Wir prüfen gern, ob Ihr Unternehmen teilnehmen kann. Unabhängig davon gilt für jede unserer Beratungen:

  • Neutrale Auswertung Ihres Lastgangs, wir stehen auf Ihrer Seite
  • Keine Maximalbelegung und keine erzwungene Anlage, nur was sich rechnet
  • Auslegung auf Eigenverbrauch für Strom, Wärme und Mobilität aus einer Hand
Photovoltaikanlage auf einem Hallendach: unabhängig beraten, PV die sich rechnet
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Häufige Fragen

Ab welchem Eigenverbrauch lohnt sich Photovoltaik für Unternehmen?

Eine feste Grenze gibt es nicht. Je höher der Eigenverbrauch, desto schneller amortisiert sich die Anlage. In unserem Beispiel reichen 50 % für eine Amortisation nach rund 7 Jahren. Entscheidend sind Ihr Lastgang, Ihr Strompreis und die Investitionskosten.

Brauche ich für mehr Eigenverbrauch einen Batteriespeicher?

Nicht unbedingt. Oft lässt sich der Eigenverbrauch günstiger steigern, indem Verbraucher in die Mittagsstunden verschoben oder Fahrzeuge gezielt mit Solarstrom geladen werden. Ein Speicher lohnt sich vor allem, wenn er zusätzlich Lastspitzen senkt oder abends viel Strom gebraucht wird.

Woher bekommen Sie meine Energiedaten?

Darum kümmern wir uns. Wir lesen Ihre Energiedaten aus und bewerten sie anschließend. Meist ist dafür kein zusätzlicher Hardwareaufwand nötig.

Wie lange dauert es, bis sich eine PV-Anlage im Unternehmen amortisiert?

Bei gutem Eigenverbrauch liegen viele Anlagen bei sechs bis zehn Jahren. Danach erzeugt die Anlage über viele weitere Jahre Strom zu sehr geringen Kosten.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information. Er ist keine Steuerberatung und keine Rechtsberatung. Steuerliche und rechtliche Fragen klären wir im Einzelfall gemeinsam mit Steuerberatern und Rechtsanwälten.

Wie sieht das für Ihren Betrieb aus?

Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir auf Ihre Zahlen und sagen Ihnen ehrlich, ob sich das Vorhaben lohnt.

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